Leasing · FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Leasing

Über 30 fundierte Antworten von erfahrenen Leasing-Profis — von der Bonitätsprüfung über Restwerte und Kilometerabrechnung bis zur Fahrzeugrückgabe. Sollten Sie Ihre Frage nicht finden, schreiben Sie uns.

Grundlagen
Was ist Leasing eigentlich genau?+
Leasing ist eine Form der Nutzungsüberlassung: Sie zahlen eine monatliche Rate für die Nutzung eines Fahrzeugs über einen vereinbarten Zeitraum (12–60 Monate). Eigentümer bleibt die Leasinggesellschaft. Am Ende der Laufzeit geben Sie das Fahrzeug zurück, kaufen es zum Restwert oder verlängern den Vertrag.
Welche Leasing-Arten gibt es?+
Die gängigsten Varianten sind Kilometerleasing (klassisch, mit fest vereinbarter Jahres-Kilometerleistung), Restwertleasing (Sie tragen das Restwertrisiko bei Rückgabe) und das Andienungsrechtsleasing. Für Privatkunden empfehlen wir in 95 % der Fälle das Kilometerleasing — kalkulierbar und transparent.
Worin unterscheidet sich Leasing von einem Kredit?+
Beim Kredit erwerben Sie sofort Eigentum und tilgen den Kaufpreis. Beim Leasing zahlen Sie nur die Nutzung sowie Wertverlust und Zinsen — die Rate ist daher meist deutlich niedriger. Der Wagen erscheint nicht in Ihrer Bilanz (für Unternehmen) und Sie haben planbare Kosten.
Wer kann ein Fahrzeug leasen?+
Privatpersonen mit gutem SCHUFA-Score und nachweisbarem Einkommen sowie Gewerbetreibende, Freiberufler und juristische Personen. Existenzgründer benötigen in der Regel zusätzliche Sicherheiten oder eine selbstschuldnerische Bürgschaft.
Bonität & Voraussetzungen
Wird beim Leasing eine Bonitätsprüfung durchgeführt?+
Ja — anders als bei unserem Mietkauf ist beim klassischen Leasing eine Bonitätsprüfung über SCHUFA und/oder Creditreform Pflicht. Die Bank prüft Einkommen, Beschäftigungsverhältnis, bestehende Verbindlichkeiten und Zahlungshistorie.
Welche Unterlagen brauche ich für eine Leasing-Anfrage?+
Privat: Personalausweis, letzte 3 Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüge der letzten 2 Monate, SEPA-Mandat. Gewerbe: HR-Auszug, letzte 2 BWAs oder Jahresabschlüsse, Personalausweise der Geschäftsführer, ggf. Bilanzen. Bei Neugründungen zusätzlich ein Businessplan.
Was passiert bei negativer SCHUFA?+
Bei harten Negativmerkmalen lehnt die Leasingbank in der Regel ab. In diesem Fall ist unser Mietkauf-Modell die ideale Alternative: keine SCHUFA-Prüfung, 100 % Vertragsabschluss gegen 30 % Anzahlung. Wir beraten Sie ergebnisoffen, welche Variante zu Ihrer Situation passt.
Brauche ich eine Anzahlung beim Leasing?+
Nein — Leasing ist klassischerweise ohne Anzahlung möglich. Eine Sonderzahlung (z. B. 10–30 % des Kaufpreises) reduziert allerdings die monatliche Rate spürbar und kann sich für Gewerbetreibende steuerlich lohnen.
Kosten & Rate
Wie setzt sich die monatliche Leasingrate zusammen?+
Die Rate berechnet sich aus: (Fahrzeug-Bruttopreis – kalkulierter Restwert – Sonderzahlung) ÷ Laufzeit + Zinsanteil + Bearbeitungs- und Risikoaufschlag. Faktoren wie Marke, Restwertstabilität, Laufzeit und Jahreskilometer beeinflussen den finalen Betrag stark.
Gibt es versteckte Kosten?+
Bei uns nicht. Alle einmaligen Posten (Bereitstellung, Überführung, Zulassung) sind im Angebot ausgewiesen. Laufende Zusatzkosten entstehen nur durch Verbrauchsmaterial (Reifen, Inspektionen, Treibstoff/Strom) sowie Versicherung und Kfz-Steuer, sofern nicht im Full-Service enthalten.
Was ist eine Leasing-Sonderzahlung?+
Eine einmalige Zahlung zu Vertragsbeginn (üblich 0–30 % des Listenpreises). Sie senkt die monatliche Rate und die Gesamtzinslast. Gewerbliche Leasingnehmer können sie sofort als Betriebsausgabe geltend machen (verteilt über die Laufzeit nach §5 EStG).
Kann ich die Rate während der Laufzeit ändern?+
Eine nachträgliche Änderung ist nur in Ausnahmefällen (z. B. Anpassung Jahreskilometer) und gegen Bearbeitungsgebühr möglich. Wir empfehlen, das Kilometerpaket realistisch zu kalkulieren — eine Anpassung nach 6 Monaten ist meist günstiger als am Vertragsende nachzuzahlen.
Laufzeit & Kilometer
Welche Laufzeiten sind möglich?+
Üblich sind 24, 36 oder 48 Monate. Wir realisieren auch 12 bis 60 Monate. Kurze Laufzeiten = höhere Rate, aber Sie fahren immer Neuwagen. Lange Laufzeiten = niedrigere Rate, dafür altert das Fahrzeug stärker.
Was passiert bei Mehr- oder Minderkilometern?+
Mehrkilometer werden mit dem im Vertrag vereinbarten Cent-Satz pro km abgerechnet (typisch 8–25 ct). Minderkilometer werden bis zu einer Toleranzgrenze (meist 2.500 km) erstattet, oft zu einem niedrigeren Satz. Alles wird transparent vertraglich fixiert.
Kann ich den Leasingvertrag vorzeitig beenden?+
Eine ordentliche Kündigung während der Laufzeit ist ausgeschlossen. Möglich sind: Leasing-Übernahme durch Dritte (Vertragsübernahme), vorzeitige Ablösung gegen Restwert plus Bearbeitungsgebühr oder Fahrzeugtausch (Vertragsumstellung).
Rückgabe
Wie läuft die Rückgabe ab?+
30–60 Tage vor Vertragsende erhalten Sie einen Rückgabetermin. Das Fahrzeug wird durch einen neutralen Sachverständigen (z. B. DEKRA, TÜV) begutachtet. Sie erhalten ein detailliertes Protokoll mit Bewertung der Gebrauchsspuren.
Was zählt als 'normaler Gebrauch'?+
Kleinere Steinschläge, leichte Kratzer im Lack (kurzer als ein Fingernagel), übliche Sitzabnutzung. Schäden wie Beulen, Risse, Brandlöcher, defekte Elektronik oder Unfallschäden zählen nicht dazu und werden separat berechnet — daher unser Tipp: rechtzeitig Smart-Repair vor Rückgabe.
Kann ich das Fahrzeug am Ende kaufen?+
Beim klassischen Kilometerleasing besteht kein Kaufrecht. Auf Anfrage erstellt die Leasingbank jedoch häufig ein Kaufangebot zum aktuellen Marktwert. Wer von Anfang an kaufen möchte, fährt mit unserem Mietkauf-Modell besser.
Was muss bei der Rückgabe mitkommen?+
Beide Fahrzeugschlüssel, Servicebuch mit lückenlosem Scheckheft, Bordliteratur, Pannenset / Reserverad, optional vorhandenes Zubehör (z. B. zweiter Reifensatz, Ladekabel bei E-Fahrzeugen).
Versicherung & Wartung
Welche Versicherung ist beim Leasing Pflicht?+
Die Leasingbank verlangt zwingend Vollkasko mit max. 500–1.000 € Selbstbeteiligung sowie eine Haftpflichtversicherung. Bei Hochpreisfahrzeugen zusätzlich häufig GAP-Deckung (schließt die Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert bei Totalschaden).
Wer trägt Wartung und Reparaturen?+
Standardmäßig Sie als Leasingnehmer (planmäßige Inspektionen, Verschleißteile). Optional bieten wir Full-Service-Pakete inkl. Wartung, Verschleiß, Reifen, Hauptuntersuchung und teils Versicherung — alles in einer planbaren Rate.
Muss ich in eine Vertragswerkstatt?+
Während der Garantie- und Leasinglaufzeit verlangen die meisten Banken Service in einer markengebundenen Werkstatt, um den Restwert zu sichern. Freie Werkstätten sind nur nach Freigabe zulässig.
Steuer & Buchhaltung
Kann ich Leasingraten steuerlich absetzen?+
Als Gewerbetreibender oder Freiberufler: ja — Leasingraten sind voll als Betriebsausgabe abzugsfähig, soweit das Fahrzeug betrieblich genutzt wird. Bei privater Mitnutzung greift entweder die 1-%-Regelung oder ein Fahrtenbuch.
Wie ist Leasing umsatzsteuerlich zu behandeln?+
Vorsteuerabzugsberechtigte ziehen die in den Raten enthaltene Umsatzsteuer (19 %) als Vorsteuer ab. Das verbessert die Liquidität gegenüber einem Kreditkauf, bei dem die Umsatzsteuer auf den Kaufpreis sofort fällig wird.
Bilanziert Leasing als Verbindlichkeit?+
Beim Operating-Leasing (klassisches Kilometerleasing) erscheint das Fahrzeug NICHT in Ihrer Bilanz — die Raten sind reiner Aufwand. Das verbessert wichtige Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und Bilanzsumme.
Besondere Situationen
Was passiert bei einem Totalschaden?+
Die Vollkasko-Versicherung zahlt den Wiederbeschaffungswert an die Leasingbank. Bei Differenz zum Restbuchwert greift die GAP-Deckung (sofern abgeschlossen). Der Vertrag endet, Sie sind im Idealfall finanziell schadlos.
Darf ich das Fahrzeug ins Ausland mitnehmen?+
Innerhalb der EU in der Regel uneingeschränkt. Für Reisen in Nicht-EU-Länder (z. B. Schweiz, UK, Balkan) ist eine schriftliche Reisevollmacht der Leasingbank erforderlich. Wir besorgen diese für Sie kostenlos.
Kann ich den Vertrag auf eine andere Person übertragen?+
Ja, in den meisten Fällen. Der Übernehmer muss die Bonitätsprüfung der Leasingbank bestehen. Die Bearbeitungsgebühr beträgt üblicherweise 150–300 €. Wir vermitteln auf Wunsch passende Übernehmer aus unserem Netzwerk.
Was, wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig geliefert wird?+
Der Vertrag tritt erst mit Übergabe in Kraft. Bei Lieferverzögerungen entstehen Ihnen keine Kosten. Wir kommunizieren transparent mit dem Hersteller und halten Sie wöchentlich über den Produktionsstatus informiert.
Sind Umbauten und Folierungen erlaubt?+
Reversible Maßnahmen (Folierung, abnehmbare Anhängerkupplung, Felgenwechsel mit Aufbewahrung der Originale) sind in der Regel zulässig. Permanente Umbauten (Tieferlegung, Motor-Tuning, Auspuffanlagen) benötigen die schriftliche Freigabe der Leasingbank.
Ablauf bei Leasify
Wie lange dauert die Bearbeitung meiner Anfrage?+
Vorprüfung und unverbindliches Angebot innerhalb von 24 Stunden. Bonitätsentscheidung der Bank in der Regel binnen 48–72 Stunden. Lieferzeit hängt vom Fahrzeug ab (Lagerware: 1–3 Wochen, Konfiguration: 8–26 Wochen).
Kostet die Beratung etwas?+
Nein. Anfrage, Beratung, Angebot und Vermittlung sind für Sie immer kostenfrei. Wir werden ausschließlich erfolgsabhängig von den Banken und Herstellern vergütet — Sie zahlen denselben Preis wie bei Direktkontakt.
Kann ich jedes Fahrzeug leasen?+
Wir arbeiten mit über 30 Marken und allen großen Leasingbanken zusammen. Neu- und Jahreswagen sind problemlos möglich, Gebrauchtwagen bis 8 Jahre / 120.000 km. Schicken Sie uns einfach den Link zum Wunschfahrzeug — wir prüfen und melden uns mit einem Angebot.
Wie sicher sind meine Daten?+
Übertragung ausschließlich SSL-verschlüsselt. Speicherung DSGVO-konform auf deutschen Servern. Weitergabe nur an die anfragebezogen ausgewählte Leasingbank — niemals an Dritte zu Werbezwecken. Auskunft und Löschung jederzeit möglich.

Ihre Frage war nicht dabei?

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Pflichthinweis nach §6a PAngV

Alle dargestellten Beispielrechnungen und Konditionen sind unverbindlich und stellen kein Angebot im Sinne des § 145 BGB dar. Die tatsächliche Kondition ergibt sich aus dem individuellen Angebot des Bankenpartners auf Basis von Fahrzeug, Laufzeit, Anzahlung, Kilometerleistung und Bonitätsprüfung. Leasify ist Vermittler und tritt nicht selbst als Darlehensgeber auf. Steuerliche Aussagen ersetzen keine Beratung durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.